Warum Zahlen kein Gefühl für Führung haben

Wir suchen ständig Dinge oder Menschen, die uns etwas geben sollen, was wir vermeintlich noch nicht haben.
Führungskräfte, mit denen ich arbeite, äußern zu Beginn der Begleitung fast ausnahmslos den Wunsch nach Tools, Methoden und Messwerten, um Führung erfahrbar zu machen.
Das wundert mich wenig, wollen wir doch ständig alles messen und damit auch kontrollieren: Armbänder, die Puls, Anzahl Schritte, Schlafqualität etc. 24/7 sichtbar machen. Nehmen wir das Fahrrad, richten wir den Blick auf Geschwindigkeit, Distanz, Durchschnittsgeschwindigkeit und Steigung.
Wie wichtig ist es zu wissen, ob ich mit 18 oder 21 km/h unterwegs bin?
Ob ich 7000 oder 7800 Schritte gemacht habe?
Ob mein Puls bei 62 oder 69 liegt.
Bei der Schlafqualität ist es sogar so, dass ich mir die Auswertung anschaue und draus schlussfolgere, der Tag werde schwer, weil eine wenig erbauliche Schlafqualität attestiert wird.
Bei Leistungssportlern und medizinischen Fällen mag das durchaus seine Berechtigung haben, doch für die meisten führt es eher in die falsche Richtung.
Wir gewöhnen uns immer mehr das Fühlen und Spüren ab. Wir haben doch unsere Instrumente, die uns alles anzeigen.
Ich beobachte, dass wir uns häufig belanglose Ziele setzen und dafür viel Energie investieren. Für das wahrlich Wichtige bleibt dann oft zu wenig Kraft.
Ja, es ist wichtig, Erfolgserlebnisse zu haben.
Ja, es ist wichtig Fortschritte zu erfahren.
Das kann ich alles auch ohne Kontrolle, indem ich in mich reinhöre, reinfühle und ehrlich zu mir bin.
Ich hatte schon Tage mit nur 5,5h Schlaf, wo ich Bäume rausgerissen habe und Tage, wo ich mit 8,5h Schlaf neben mir stand. Jeden Morgen mache ich so ca. 30min Sport und Dehnung. Ich mache so viele Wiederholungen, wie es sich stimmig anfühlt, ohne eine Zahl erzwingen zu wollen. Und dennoch mache ich seit 1,5 Jahren deutliche Fortschritte. Ohne Zwang, ohne Kontrolle, mit viel Selbstgefühl und Verständnis.
Wie führst du dich selbst?
Wie führst du dein Team?
Wie führst du dein Leben?
Woran orientierst du dich eher im Alltag: an dem, was angezeigt wird, oder an dem, was du wirklich wahrnimmst?
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