Innere Arbeit, äußere Wirkung

Holger Heid • 7. Mai 2026


Immer wieder bin ich Zeuge folgender Haltung bei Menschen:

Sie haben Angst, sich mit sich selbst zu beschäftigen.

Sie haben verlernt, sich selbst wahrzunehmen.

Sie tun Selbstreflexion vorschnell als esoterischen Kram ab.

Sie können Stille kaum aushalten und müssen immer etwas tun.


Dabei wurde die außergewöhnliche Wirkung von Stille früh erkannt. 


Aristoteles (384-322 v. Chr.) sagte: „Muße ist nicht Untätigkeit, sondern die Grundlage allen guten Handelns.“ 


Blaise Pascal (1623-1662), frz. Mathematiker und Philosoph, schrieb in seinem Werk Pensées: „Alles Unglück der Menschen kommt daher, dass sie nicht ruhig in einem Zimmer bleiben können.“ Er verstand Unruhe als Flucht vor sich selbst. Eine Einsicht, die ich teile. 


Thich Nath Hanh (1926-2022), vietnamesischer Zen-Meister und buddhistischer Mönch, verstand bewusste Präsenz als Grundlage innerer Ruhe und verantwortungsvoller Führung. 


Seit vielen Jahren begleiten mich Persönlichkeitsentwicklung, Selbstreflexion, Selbstwahrnehmung, (Selbst-) Bewusstsein und eben Stille auf meinem eigenen Weg. Stille ist kein Selbstzweck, sondern die Voraussetzung für nachhaltige Veränderung.

Dieser Weg hat mich gelassener, empathischer, bewusster, aufmerksamer und fokussierter werden lassen. Ich nehme heute viel mehr wahr und erkenne größere Zusammenhänge, die vor dieser Entwicklung nicht zugänglich waren. 


Meine Kunden profitieren davon in den Sessions. Ohne diese Vorarbeit würde ich bei vielen Themen so stark in Resonanz gehen, dass echte Präsenz für mein Gegenüber kaum möglich wäre.


Gleiches gilt für Führung. Bist du als Chef selten in deiner Mitte und hast Mühe deine eigenen Gefühle zu steuern, spürt dein Team das unweigerlich.

Präsenz und Bewusstsein werden von deinen eigenen, inneren Themen derart verdrängt, dass Missverständnisse, Spannungen, Konflikte etc. nur eine Frage der Zeit sind. Du gerätst häufiger in Situationen, in denen du anderen die Schuld gibst, aus Mangel an Erkenntnis, dass es etwas mit dir selbst zu tun hat. 


Es zu erkennen und sich selbst einzugestehen ist der erste wichtige Schritt. Der zweite erfordert deine Erlaubnis und deine Absicht, die Situation zu ändern. Im dritten Schritt sind Geduld, Verständnis sowie Ausdauer gefragt. 


Egal, wo du gerade stehst: Jeder Schritt wird leichter, wenn du ihn nicht allein gehst.


Wenn dich ein Thema besonders anspricht und du merkst, dass es Zeit ist, tiefer einzusteigen: Erfahre mehr über mein Coaching und wie ich dich begleiten kann, indem du HIER  klickst.

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Vertrauen als Basis guter Teamarbeit
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Vertrauen, Offenheit und psychologische Sicherheit ist Voraussetzung für außergewöhnliche Ergebnisse in Teams.
Konflikte
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Die meisten Konflikte eskalieren, weil Führungskräfte zu lange still bleiben. In den ersten Jahren meiner eigenen Führungstätigkeit führte ich Gespräche mit meinen Mitarbeitenden , die korrekt und wertschätzend waren, aber leider ohne Wirkung . Was war der Grund dafür? Meine Kommunikation war zu diffus . Sätze wie „wir sollten…“ oder „vielleicht wäre es gut, wenn…“ ließen offen, wer jetzt wirklich verantwortlich ist. Ich hatte nicht sofort den Mut, meinen Worten Taten folgen zu lassen . Und wenn nichts folgt, bleibt alles folgenlos. Ich sprach oft um den heißen Brei herum, aus Angst, ich könnte als zu direkt, unfair oder verletzend wirken . Harmonie war mir wichtiger als Klarheit. Ich war selbst nicht klar im Inneren, und diese Unentschlossenheit übertrug sich . Damals habe ich mich für mein Unvermögen kritisiert. Heute weiß ich, dass es völlig normal ist, diese Learnings erst durchzumachen und sein Verhalten anzupassen.  Dank meiner eigenen Erfahrungen und der Arbeit mit Kunden sehe ich, dass Gespräche vor allem durch innere Klarheit, sichtbare Haltung und die Bereitschaft, Konsequenzen zu tragen, Wirkung erzielen . Du spürst mehr Ruhe , obwohl bzw. gerade weil du aufhörst, gefallen zu wollen. Rollen sind klar . Gespräche auch und vor allem wirksam . Vertrauen wächst im Team . Respekt löst Harmonie ab. Für mich ist der größte Hebel und Entwicklungsschritt der Blick auf Angst vor Ablehnung . Ohne diese Angst werden Konflikte sachlicher, kürzer und auch lösbarer . Es gehört auch zur Rolle als Führungskraft, dass Entscheidungen nicht allen gefallen können. Und: Entscheidungen fühlen sich leichter an, wenn sie nicht mehr über das eigene Selbstwertgefühl laufen. Damit entstehen echte, respektvolle Beziehungen. Wo vermeidest du Klarheit aus Angst vor Ablehnung? Und was kostet diese Vermeidung dein Team langfristig?
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