Resonanz: die spürbare Seite von Leadership

Führung ist das, was du im Gegenüber auslöst. Und das lässt sich nur bedingt über Kennzahlen, Methoden und Messverfahren abbilden.
In bestimmten Kontexten mag das sinnvoll sein. Als alleinige Führungsgrundlage reich es jedoch nicht.
Nach Goleman entsteht Resonanz, wenn das emotionale System einer Führungskraft das emotionale Klima im Team stabilisiert, öffnet und ausrichtet.
Mit anderen Worten: dein Team fühlt sich gesehen. Es fühlt sich sicher genug, um zu denken und innerlich anwesend zu bleiben. Deine Mitarbeitenden sprechen früher herausfordernde Themen an. Selbst bei Druck ist Ruhe im Raum. Gespräche entschleunigen, ohne ineffizient zu sein.
Dein innerer Zustand überträgt sich immer. Die Frage ist nicht, ob Resonanz entsteht, sondern welche.
Manchmal hilft der Blick auf das Gegenteil. Dissonanz bedeutet, dass sich Mitarbeitende schützen, sich zurückziehen und eher funktionieren, statt eigeninitiativ mitzudenken.
Auch ich bin als Führungskraft durch diesen Prozess gegangen. Anfangs war ich stark auf Inhalte und Worte konzentriert und nahm nonverbale Signale kaum wahr. In einer bestimmten Phase war sehr viel Druck zu spüren, den ich gänzlich von meinem Team fernhielt. Bis der Freiraum überdehnt wurde. Erst als ich Druck bewusst dosierte, änderte es sein Verhalten hin zu mehr Wertschätzung und Disziplin. Das Team spürte, was ich zuvor getragen hatte, und gab es freiwillig zurück.
Wie lässt sich positive Resonanz aufbauen? Das ist einfach, bedarf allerdings einiger Übung. Folgende, regelmäßig gestellte Fragen helfen dir dabei:
- Was passiert gerade in mir, bevor ich spreche?
- Wie fühlen sich Menschen nach einem Gespräch mit mir?
- Schaffe ich es, bei mir zu bleiben, auch wenn Spannung entsteht?
- Bin ich wirklich hier oder schon drei Schritte weiter?
- Was passiert im Gegenüber jenseits der Worte?
Resonanz heißt mitnichten, es allen recht zu machen.
Resonanz bedeutet Klarheit.
Auch Grenzen können resonant sein.
Selbst ein Nein kann verbinden.
Klarheit kann Nähe erzeugen.
Welchen emotionalen Zustand bringst du regelmäßig in den Raum?
Und welchen hinterlässt du?
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