Konfliktvermeidung

Die meisten Konflikte eskalieren, weil Führungskräfte zu lange still bleiben.
In den ersten Jahren meiner eigenen Führungstätigkeit führte ich Gespräche mit meinen Mitarbeitenden, die korrekt und wertschätzend waren, aber leider ohne Wirkung. Was war der Grund dafür?
- Meine Kommunikation war zu diffus. Sätze wie „wir sollten…“ oder „vielleicht wäre es gut, wenn…“ ließen offen, wer jetzt wirklich verantwortlich ist.
- Ich hatte nicht sofort den Mut, meinen Worten Taten folgen zu lassen. Und wenn nichts folgt, bleibt alles folgenlos.
- Ich sprach oft um den heißen Brei herum, aus Angst, ich könnte als zu direkt, unfair oder verletzend wirken. Harmonie war mir wichtiger als Klarheit.
- Ich war selbst nicht klar im Inneren, und diese Unentschlossenheit übertrug sich.
Damals habe ich mich für mein Unvermögen kritisiert. Heute weiß ich, dass es völlig normal ist, diese Learnings erst durchzumachen und sein Verhalten anzupassen.
Dank meiner eigenen Erfahrungen und der Arbeit mit Kunden sehe ich, dass Gespräche vor allem durch innere Klarheit, sichtbare Haltung und die Bereitschaft, Konsequenzen zu tragen, Wirkung erzielen.
Du spürst mehr Ruhe, obwohl bzw. gerade weil du aufhörst, gefallen zu wollen.
Rollen sind klar. Gespräche auch und vor allem wirksam.
Vertrauen wächst im Team. Respekt löst Harmonie ab.
Für mich ist der größte Hebel und Entwicklungsschritt der Blick auf Angst vor Ablehnung. Ohne diese Angst werden Konflikte sachlicher, kürzer und auch lösbarer. Es gehört auch zur Rolle als Führungskraft, dass Entscheidungen nicht allen gefallen können. Und: Entscheidungen fühlen sich leichter an, wenn sie nicht mehr über das eigene Selbstwertgefühl laufen. Damit entstehen echte, respektvolle Beziehungen.
Wo vermeidest du Klarheit aus Angst vor Ablehnung?
Und was kostet diese Vermeidung dein Team langfristig?
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