Teamentwicklung

Was verbindest du mit einem Team?
Ist es „nur“ die Zusammenarbeit mehrerer Leute oder steht da noch viel mehr dahinter?
Im Sport wird immer wieder deutlich, dass es nicht reicht, einfach nur Top Spieler für eine bestimmte Position zu haben. Dieses Jahr ist Real Madrid ein perfektes Beispiel dafür. Eitelkeiten einzelner Spieler, die zweifelsohne zu den Besten der Welt zählen, reiner Fokus auf sich selbst und nicht auf das Team sorgen dafür, dass das Potenzial nicht abgerufen werden kann.
Paris Saint-Germain war die Jahre dafür ein Beispiel dafür, als große Namen wie Neymar, Mbappé, Messi und Co. dort spielten, aber nicht die großen Erfolge verbuchen konnten.
Nun bin ich kein Sportcoach, doch die Erkenntnis daraus lässt sich auf Teams in Unternehmen sehr gut anwenden.
Die Basis für außergewöhnliche Leistungen in einem Team ist gegenseitiges Vertrauen. Und hier gehen die Meinungen bereits deutlich auseinander, was Vertrauen eigentlich heißt. Nein, eins vorweg: es bedeutet nicht Friede, Freude, Eierkuchen.
Vertrauen in einem Team liegt vor, wenn die einzelnen Teammitglieder psychologische Sicherheit vorfinden und offen miteinander umgehen. Und das tun sie nur dann, wenn jeder Teamkollege eine gute Absicht hat und ein Klima vorliegt, wo sich jeder authentisch und offen einbringen kann, ohne befürchten zu müssen, dadurch angreifbar zu werden.
Nehmen wir mal an, ein Teammitglied hat eine Schwäche, einen fachlichen Mangel oder einen Fehler begangen. Liegt kein gegenseitiges Vertrauen vor, wird die Person sehr viel Zeit und Energie dafür verwenden, diese Schwäche oder den Fehler zu vertuschen. Und grundsätzlich ihr Verhalten und den Kontakt mit anderen innerhalb des Teams kontrollieren. Mit der Konsequenz, dass sie eine Rolle spielt und sie nicht die einzige sein wird, die dies so handhabt. Hier ist einfach zu erkennen, was das für das ganze Team und das Unternehmen bedeutet. Denn dieses Verhalten wird sich bis zur untersten Ebene durchziehen.
Liegt hingegen Vertrauen, Offenheit und damit psychologische Sicherheit vor, kann das ganze Team vollumfänglich seine Aufmerksamkeit und Energie für inhaltliche Aufgaben und Herausforderungen einsetzen. Und auch dies spiegelt sich bis zu untersten Ebene wider.
Doch wie etabliere ich als Führungskraft oder Unternehmen ein solches Vertrauen, wo doch die meisten Führungskräfte auf ihrem Weg zur heutigen Position lernen mussten, sich gegen andere durchzusetzen und auf die eigene Wirkung und das eigene Ansehen zu achten?
Es ist ein Prozess über gemeinsam gemachte Erfahrungen, Konsequenz im Tun und in der Glaubwürdigkeit jedes einzelnen sowie ein tiefes Verständnis der Verhaltensweisen, Motive und Kompetenzen der einzelnen Teammitglieder. Letzteres lässt sich sehr gut über den LINC Personality Profiler (LPP) abbilden. Der LPP erlaubt auch ein 360° Feedback, das nachweislich gute Ergebnisse fördert.
Grundsätzlich empfehle ich, dass das Team mindestens einen Tag pro Quartal investiert, um sich bewusst dem offenen Austausch rund um Teamentwicklung zu widmen. Standalone Veranstaltungen wie Kochkurse, Betriebsausflug oder Escape Room können etwas bewirken, wenn sie in eine Strategie eingebettet sind. Doch ein Team wächst nicht nachhaltig zusammen, wenn es einmal etwas gemeinsam erlebt hat. Da bleiben womöglich schöne ERinnerungen, aber keine Veränderung in der Zusammenarbeit.
Viele Teams reduzieren genau dann den Raum für Austausch, Reflexion und Pflege von Beziehungen, wenn erste Fortschritte sichtbar werden.
Doch Vertrauensaufbau ist nie abgeschlossen. Vertrauen bleibt nur stabil, wenn es gepflegt, im Alltag gelebt und regelmäßig überprüft wird.
Welche Routinen helfen deinem Team, Vertrauen nicht dem Zufall zu überlassen?
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