30 °C

Holger HEID • 6. September 2025

Was 30 Grad über unsere Führung sagen


Ich stelle in den letzten Tagen immer mehr fest, welchen Einfluss die heißen Temperaturen auf manch einen Autofahrer haben.


Mit jedem Grad höhere Außentemperatur scheint auch der Aggressionspegel proportional anzusteigen. Wir reden hier nur von einer einzigen Variablen: der Temperatur.


Im Alltag sind es deutlich mehr Einflussfaktoren, die auf unser Gemüt einwirken: Schlafqualität, finanzielle Sorgen, Krankheiten, Beziehungen zu Partner*in und Kindern, deren Zustand, Pflege der Eltern, Scheidung oder Trennung, Verluste von Menschen oder Tieren, Konflikte, Ängste etc.


Ein einziger Faktor kann schon reichen, um nicht mehr in der eigenen Mitte zu sein. Und wenn mehrere gleichzeitig wirken, reicht oft nur ein kleiner Auslöser, wie ein Temperaturanstieg, und wir stehen gänzlich neben uns.


Beruflich wird jedoch erwartet, dass wir zu 100 % funktionieren. Winter wie Sommer. Mit 30 wie mit 55. Bei Geburt eines Kindes wie beim Tod eines Elternteils. Bei Hochzeit wie bei Scheidung. Doch ist das realistisch?


Führung heißt auch, Menschen nicht nur in Hochphasen zu begleiten, sondern besonders dann, wenn sie an ihrer Grenze stehen.

Kennst du die Herausforderungen deiner Mitarbeitenden? Interessierst du dich aufrichtig für sie? Hörst du aktiv zu und hin, so dass du passend reagieren kannst?


Es geht nicht darum, jedes Zipperlein zur Sonderregel zu erheben. Es geht um Empathie und einen fairen Umgang mit Menschen, die vorübergehend nicht ihr volles Potenzial abrufen können und das aus gutem Grund.


Wenn du hier den richtigen Rahmen setzt, kannst du dir sicher sein: Dein Mitarbeitender fühlt sich gesehen, gehört und bleibt. Weil er Vertrauen spürt.



Wie gehst du mit dem Menschen in deinem Team um, der vor einer oder mehreren großen Herausforderungen steht?


Wenn dich ein Thema besonders anspricht und du merkst, dass es Zeit ist, tiefer einzusteigen: Erfahre mehr über mein Coaching und wie ich dich begleiten kann, indem du HIER  klickst.

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Vertrauen, Offenheit und psychologische Sicherheit ist Voraussetzung für außergewöhnliche Ergebnisse in Teams.
Konflikte
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Die meisten Konflikte eskalieren, weil Führungskräfte zu lange still bleiben. In den ersten Jahren meiner eigenen Führungstätigkeit führte ich Gespräche mit meinen Mitarbeitenden , die korrekt und wertschätzend waren, aber leider ohne Wirkung . Was war der Grund dafür? Meine Kommunikation war zu diffus . Sätze wie „wir sollten…“ oder „vielleicht wäre es gut, wenn…“ ließen offen, wer jetzt wirklich verantwortlich ist. Ich hatte nicht sofort den Mut, meinen Worten Taten folgen zu lassen . Und wenn nichts folgt, bleibt alles folgenlos. Ich sprach oft um den heißen Brei herum, aus Angst, ich könnte als zu direkt, unfair oder verletzend wirken . Harmonie war mir wichtiger als Klarheit. Ich war selbst nicht klar im Inneren, und diese Unentschlossenheit übertrug sich . Damals habe ich mich für mein Unvermögen kritisiert. Heute weiß ich, dass es völlig normal ist, diese Learnings erst durchzumachen und sein Verhalten anzupassen.  Dank meiner eigenen Erfahrungen und der Arbeit mit Kunden sehe ich, dass Gespräche vor allem durch innere Klarheit, sichtbare Haltung und die Bereitschaft, Konsequenzen zu tragen, Wirkung erzielen . Du spürst mehr Ruhe , obwohl bzw. gerade weil du aufhörst, gefallen zu wollen. Rollen sind klar . Gespräche auch und vor allem wirksam . Vertrauen wächst im Team . Respekt löst Harmonie ab. Für mich ist der größte Hebel und Entwicklungsschritt der Blick auf Angst vor Ablehnung . Ohne diese Angst werden Konflikte sachlicher, kürzer und auch lösbarer . Es gehört auch zur Rolle als Führungskraft, dass Entscheidungen nicht allen gefallen können. Und: Entscheidungen fühlen sich leichter an, wenn sie nicht mehr über das eigene Selbstwertgefühl laufen. Damit entstehen echte, respektvolle Beziehungen. Wo vermeidest du Klarheit aus Angst vor Ablehnung? Und was kostet diese Vermeidung dein Team langfristig?
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