Andere groß machen

Holger Heid • 18. September 2025

Führung heißt: Andere groß machen, ohne Angst überholt zu werden


„Before you are a leader, success is all about growing yourself. When you become a leader, success is all about growing others.“ (Jack Welch)

Dieser Satz bringt es auf den Punkt:
Führung beginnt bei dir selbst. Doch sie hört dort nicht auf. Wahre Führung zeigt sich daran, wie sehr du andere groß machst.

Ich erinnere mich an eine Geschichte aus meiner Familie. Mein Onkel war Führungskraft in einem amerikanischen Unternehmen. Eines Tages stellte er eine Nachwuchskraft ein, von der er direkt sagte: „Dieser junge Mann wird mich eines Tages überholen, so gut ist er.“ Und er behielt recht. Mein Onkel förderte und forderte ihn, gab ihm Raum, Verantwortung und ehrliches Feedback. Einige Jahre später überholte der Mitarbeiter ihn tatsächlich. Und das Beste daran: Es schadete der Karriere meines Onkels überhaupt nicht, im Gegenteil. Genau durch diese Haltung, andere groß zu machen, wurde er selbst auf C-Level geholt.

Für mich liegt darin eine der wichtigsten Botschaften für Führungskräfte im mittleren Management:
Dein größter Hebel ist nicht, selbst immer der Beste zu sein. Dein größter Hebel liegt darin, deine Mitarbeiter wachsen zu lassen. Das braucht Selbstsicherheit, Vertrauen, souveräne Selbstführung und vor allem die Bereitschaft, dich selbst immer wieder weiterzuentwickeln.

Ein einfacher, aber wirkungsvoller Ansatz ist eine wöchentliche
Reflexion, optimaler Ausklang einer Arbeitswoche:
+ Worin bin ich diese Woche gewachsen?
+ Wen habe ich diese Woche gefördert oder unterstützt?
+ Worin möchte ich nächste Woche wachsen, wen möchte ich gezielt wachsen lassen?


Diese Routine hebt dich aus dem Tagesgeschäft raus und macht dich zum
Gestalter einer neuen Kultur, in der Wachstum selbstverständlich ist.

Wenn du als Führungskraft den nächsten Schritt machen willst, dann hör auf, dich nur über deine eigenen Erfolge zu definieren.
Stärke dich selbst und mach andere groß. Genau das ist dein Hebel für 2026. Lass uns sprechen.

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